Prozessbegleitung: Gemeinsam für die Zahngesundheit der unter 3-Jährigen

Der Bezirk Lichtenberg von Berlin hat 2016 den Aufbau einer Präventionskette gestartet. Ich freue mich, dass ich als Prozessbgeleiterin dabei unterstützen konnte.Erstes inhaltliches Thema war die Zahngesundheit der unter 3-Jährigen. Auslöser dafür waren aktuelle Daten des zahnärztlichen Dienstes im Gesundheitsamt. Demnach haben durchschnittlich 20 Prozent der Kinder in der Altersgruppe 0 bis 3 Jahre ein sanierungsbedürftiges Gebiss. Vermehrt treten bei den Kindern im Bezirk auch Fälle frühkindlicher Karies auf. Von Mitte August bis Ende Dezember 2016 habe ich Entscheider, Eltern, Erzieherinnen, Zahnärztinnen sowie Sozialarbeiter im Bezirk zusammengeführt. Gemeinsam haben wir die Hintergründe für mangelnde Zahngesundheit der Kleinstkinder erkundet und Handlungsempfehlungen erarbeitet. Die Ergebnisse haben wir auf der 1.Präventionskonferenz Anfang Dezember 2016 einem breiten Fachpublikum präsentiert und mit allen Akteuren in einem World-Café diskutiert. Die gerade erschienene Prozessdokumentation fasst die wichtigsten Daten zusammen, beschreibt das Vorgehen und listet die erarbeiteten Handlungsempfehlungen auf.

Download: aufbau-einer-praeventionskette-im-bezirk-lichtenberg_zahngesundheit_februar2017

Kommunale Gesundheitsmoderation: Das Manual für Trainerinnen und Trainer liegt jetzt vor.

ManualKommunen und Landkreise werden künftig noch mehr gefordert sein, ihre Hilfsstrukturen für werdende Familien effizient zu gestalten. Dazu ist es notwendig, über das eigene System hinauszudenken. Professionelle aus dem Sozialbereich müssen intensiver mit Ärzten, Hebammen und Therapeuten und auch mit Pädagogen aus dem Bildungsbereich zusammenarbeiten. Nur dann können sie jene Menschen erreichen, die Unterstützung brauchen und diese von sich aus nicht aufsuchen. Daher braucht es professionelle Vernetzer – sie müssen die Akteure aus den unterschiedlichen Bereichen in die Zusammenarbeit führen können und sich sowohl im kommunalen Bereich wie auch im Gesundheitswesen gut auskennen. Genau dafür hat „Regionen mit peb In Form“ die Weiterbildung „Kommunale Gesundheitsmoderation“ entwickelt. Die fünf Module zeigen, wie Netzwerke aufgebaut und gemanagt werden, auf was es bei der kommunalen Gesundheitsförderung ankommt und wie Kommunikation und Moderation gelingen. An der Weiterentwicklung der Module habe ich 2015 entscheidend mitgewirkt und insbesondere mein gesundheitswissenschaftliches Wissen und meine Erfahrung als Prozessbegleiterin und Netzwerkmanagerin eingebracht. Jetzt ist das Manual zur Weiterbildung erschienen – mit Curriculum, Materialien und Skripten. Es gibt einen guten Überblick über das kompakte Wissen und die Kompetenzen, die in der Weiterbildung vermittelt und trainiert werden. Auch sind im Manual einzelne Visualisierung von mir veröffentlicht – etwa jene zum Kohärenzgefühl oder zur Gesundheitsförderung im kommunalen Raum. Rund 120 Kommunale Gesundheitsmoderatorinnen und –moderatoren wurden bereits qualifiziert. Auch in diesem Jahr geht es weiter – zum Beispiel in Berlin am Kommunalen Bildungswerk und an der IB-Hochschule. Die Weiterbildung startet jeweils im April und endet mit Modul 5 im Oktober oder November.

Weitere Infos auch unter: www.pebonline.de/weiterbildung-kgm

SalutoKomm

Wie eine Präventionskette aufgebaut wird

HLF2016Seit 2010 begleite ich den Aufbau der Neuköllner Präventionskette mit unterschiedlichen Dienstleistungen. Zu Beginn mit einer Expertise zum bestehenden Hilfenetz, zwischendurch als Beraterin und World-Café-Facilitatorin und auch als Dokumentarin des Prozesses. 2012 habe ich den ersten Handlungsleitfaden erstellt, den ich nun fortgeschrieben habe. Die Broschüre beschreibt, wie es zu der Idee kam, das Unterstützungssystem für Familien in Neukölln besser zu vernetzen und wie die Verwaltung ihre Strukturen dazu verändert und ergänzt hat. Neben einer Dokumentation findet sich im aktuellen Handlungsleitfaden auch eine Analyse der bisherigen Aufbauarbeit, die Beschreibung einer Open Space –Konferenz sowie ein Ausblick, wie sich die Präventionskette in Neukölln weiter entwickeln wird. Gerne schicke ich Ihnen die Broschüre zu – schreibe Sie mir einfach eine Email!

Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr!

Weihnachtsgruss-2015

Liebe Kundinnen und Kunden, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Kooperationspartner!

Ein erfolgreiches Jahr geht zu Ende! Im Rückblick freue ich mich über viele gelungene Projekte und  vielfältige Formen der Zusammenarbeit.

Herzlichen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen und das Interesse an meinen Dienstleistungen. Ihnen, Ihren Familien, Ihren Freunden, Angehörigen und Lebenspartnern wünsche ich eine gesegnete Weihnachtszeit und ein wunderbares, erfolgreiches neues Jahr!

Herzlich,

Unterschrift-02

Medienkonsum und Gesundheitskompetenz

Für die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „Public Health Forum“ habe ich einen Beitrag über „Die Gesundheitsrelevanz des Medienkonsums“ verfasst. Es geht um die Frage, wie die digitale Technologie unser Leben verändert und neue Formen des Kontakts, des Konsums und der Information ermöglicht.
Heute eilen erschreckende und erfreuliche Nachrichten in Sekundenschnelle durch das Internet. Die digitale Welt verändert unser Verhalten, unser Denken, unsere Gefühle. Wird sie unsere Lebenskompetenz bereichern oder die Distanz zum realen Leben vergrößern? Medienkompetenz als zentrale Gesundheitskompetenz braucht mündige Mediennutzer, Raum zum Dialog in der öffentlichen Kommunikation und Journalisten, die neue Berufsrollen übernehmen. Wer den ganzen Beitrag lesen will, wird auf der Website des Verlages fündig oder wendet sich an per Email an mich!

Ausstrahlend – in einem anderen Licht

P1010620Der Berliner Dom beim diesjährigen Festival of Lights Ende Oktober.

Pflegende Angehörige durch Reha-Angebote stärken

Rund 2,6 Millionen Pflegebedürftige gab es laut Statistischen Bundesamt 2013. Ihre Zahl ist seit 2011 um rund 5 Prozent gestiegen und sie wird auch in Zukunft weiter wachsen. Mehr als zwei Drittel der Pflege­bedürftigen – das sind 71 Prozent oder in Zahlen 1,86 Millionen – wurde 2013 zuhause versorgt. Bei der Mehrheit von ihnen – 1,25 Millionen – organisieren allein die Angehörigen die Pflege und bei etwa einem Drittel der Pflegebedürftigen helfen ambulante Pflegedienste mit. Pflegende Angehörige gelten als hoch belastet und gesundheitlich stark gefährdet. Im Praxisdialog, organisiert vom Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK )und der deutschen Gesellschaft für medizinische Rehabilitation (degemed), geht es am Donnerstag, 17.September 2015, in der Habichtswald-Klinik/ Kassel darum, wie pflegende Angehörige mit Angeboten der Rehabilitation entlastet und unterstützt werden können. Ich freue mich, dass ich als Moderatorin bei der Lösung dieses wichtigen Themas mitarbeiten kann.

Mehr Infos: Flyer Praxisdialog Reha-Pflege 2015_web

Die Lösung zeigt sich im Perspektivwechsel

2015-05-08 10.48.24Lesenswert! Die Kolumne von Zukunftsforscher Matthias Horx heute in der Berliner Zeitung. Es geht um unseren Umgang mit „Krisen“, mit „Problemen“. Diese zu lösen, gelinge nur durch einen Perspektivwechsel, durch ein neues, frisches Denken. Horx empfiehlt eine Übung: „Stellen Sie sich vor, diese Krise wäre ganz normal!“ Es ist dann beispielsweise normal, dass Menschen aus verschiedenen Gründen zu uns kommen – und es ist auch normal, dass wir ihnen helfen. So wird aus der wachsenden Zahl an Flüchtlingen keine „Krise“, sondern eine Realität, die uns weiter bringt, uns bestärkt, aus der wir etwas lernen können. Diese Anregung empfinde ich als Wohltat. Aus meiner Sicht ist das Thema Gesundheit ein Schlüssel zu diesem neuen Denken – für jeden Einzelnen, für ein Team und ganze Organisationen. Was tut uns gut? Was brauche ich, was braucht mein Umfeld? Wie gehen wir miteinander um? Damit fangen wir an zu fragen, uns zu sorgen, zu gestalten – wir erkennen uns selbst als schöpferische, kreative Wesen an. Und wir warten nicht länger darauf, dass wir von irgendwoher eine Handlungsanweisung bekommen – für uns, unser Leben, unser Team, unsere Arbeit. Und genau das ist gesund!

P.S.: Die Kolumne findet sich leider noch nicht im Internet. Auf Wunsch schicke ich aber gerne ein eingescanntes Exemplar zu!

Mehr Führen, weniger kontrollieren

gans„Lead more, controll less“ heißt ein Workshop mit Sandra Janoff, der vom 22. bis 23. August 2015 in Berlin stattfindet. In der Master Class geht es darum, die Prinzipien für tiefgehende, energievolle Besprechungen  gemeinsam zu entdecken und zu klären, was wir gestalten können und was nicht. Organisiert wird die Fortbildung von der Berliner Genossenschaft boscop („berlin open space cooperative“ e.G.), der ich seit einigen Jahren angehöre. Sandra Janoff ist unter Organisationsberatern bekannt geworden, da sie gemeinsam mit Marvin Weisbrod „Future Search“ („Zukunftskonferenz“) entwickelt hat. Das Verfahren zählt zu den wichtigsten Großgruppenverfahren. „Future Search“ ermöglicht unterschiedlichen Akteursgruppen gemeinsam eine Aufgabe in die Zukunft hineinzugestalten, gemeinsam durchläuft die Gruppe dafür fünf Arbeitsphasen von der Vergangenheit, über Gegenwart, hin zur Zukunft mit gemeinsame Grundeinstellungen (Common Ground) und einer Handlungsplanung. Wer „Future Search“ noch nicht kennt, hat Mitte August auch Gelegenheit, dieses Großgruppenverfahren aus erster Hand zu lernen. Der Workshop mit Sandra Janoff findet vom 17.-20. August 2015 statt. Wer damit schon Erfahrungen gesammelt hat, kann beim Learning Exchange 2015″ mitmachen. Weitere Informationen und Anmeldung

Digitale Welten ermöglichen „Konnektive“

2012-05-05 14.33.30Zu sehr wird bei der digitalen Vernetzung bislang auf die Gefahren im Umgang damit geschielt. Dabei erscheint mir das inhaltliche Potential der Neuen Medien noch nicht ausgeschöpft. Ganz klar ist, dass der klassische Journalismus und mit diesem Berufsfeld auch die öffentliche Kommunikation nach neuen Formen des Austausch sucht. Der Medienwissenschaftlers Bernhard Pörksen hat jüngst in einem sehr lesenswerten Beitrag in der Wochenzeitung „Die Zeit“ formuliert: „Die Gesellschaft braucht also, will sie nicht ihre liberal-aufklärerische Tradition verlassen, Denkräume und Werteräume, um die Frage nach der publizistischen Verantwortung in der öffentlichen Sphäre neu zu stellen, sie überhaupt erst zu behandeln.“ Auf der „re:publica 15“ hat Pörksen in einem sehr spannenden Vortrag über die „fünfte Gewalt“, der Macht der Vielen, gesprochen. Die 5.Gewalt organisiert sich, so Pörksen, als „Konnektiv“, in dem Individualität und Gemeinschaft gelebt wird und in dem nicht ein Einzelner bestimmt. Die Medien – und mit ihr die Politik und Gesellschaft – dürften aus meiner Sicht immens profitieren, wenn es Journalisten und Bürgern gelingt, dialogische Formen des authentischen Austauschs in virtuelle Kommunikationsräume zu übertragen und alltäglich zu machen.

Meine Dienstleistungen

- Analyse und Beratung
- Prozessbegleitung
- Prozessdokumentation
- Großgruppenverfahren (u.a. Open Space, World Café)
- Seminare, Trainings und Workshops (unter anderem zu den Themen Gesundheit und Kommunikation, Gesunde Organisation, Gesunde Kita, Gesundheitsmanagement)
- Presse- und Öffentlichkeitsarbeit mit dem Schwerpunkt Gesundheitswesen, Gesundheitspolitik, Regionalisierung und neue Versorgungsformen