Digitale Welten ermöglichen „Konnektive“

2012-05-05 14.33.30Zu sehr wird bei der digitalen Vernetzung bislang auf die Gefahren im Umgang damit geschielt. Dabei erscheint mir das inhaltliche Potential der Neuen Medien noch nicht ausgeschöpft. Ganz klar ist, dass der klassische Journalismus und mit diesem Berufsfeld auch die öffentliche Kommunikation nach neuen Formen des Austausch sucht. Der Medienwissenschaftlers Bernhard Pörksen hat jüngst in einem sehr lesenswerten Beitrag in der Wochenzeitung „Die Zeit“ formuliert: „Die Gesellschaft braucht also, will sie nicht ihre liberal-aufklärerische Tradition verlassen, Denkräume und Werteräume, um die Frage nach der publizistischen Verantwortung in der öffentlichen Sphäre neu zu stellen, sie überhaupt erst zu behandeln.“ Auf der „re:publica 15“ hat Pörksen in einem sehr spannenden Vortrag über die „fünfte Gewalt“, der Macht der Vielen, gesprochen. Die 5.Gewalt organisiert sich, so Pörksen, als „Konnektiv“, in dem Individualität und Gemeinschaft gelebt wird und in dem nicht ein Einzelner bestimmt. Die Medien – und mit ihr die Politik und Gesellschaft – dürften aus meiner Sicht immens profitieren, wenn es Journalisten und Bürgern gelingt, dialogische Formen des authentischen Austauschs in virtuelle Kommunikationsräume zu übertragen und alltäglich zu machen.

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