Dasein als hohe Lebenskunst

Die Bücher von Annelie Keil sind für mich immer ein Genuss. Auch ihr aktuelles „Wenn das Leben um Hilfe ruft“. Darin reflektiert die Gesundheitswissenschaftlerin über die menschliche Verbundenheit.  Mit der Geburt, so schreibt sie, betritt jeder Mensch auch seine „Laufbahn als Angehöriger“. Die Erfahrung von Bedürftigkeit und Fürsorge stehen unmittelbar am Anfang jedes Lebens. Wir alle wachsen rein „in Generationsverträge, die bunt sind, unkalkulierbar und vor allem mehr als eine Pflege- und Sozialversicherung.“ Eine „hohe Lebenskunst“ sei es, fühlen zu können, wann wir in Beziehungen gebraucht werden und wann wir selbst etwas brauchen. Das gegenseitige Angewiesen-Sein ist demnach kein derber Schicksalsschlag, sondern ein Lebensprinzip, das wir uns bewusst machen sollten. Annelie Keil erzählt in einer wohlwollenden, tiefsinnigen Sprache, die Verstand und Herz gleichermaßen erreicht. Schön!

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